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Schlangenbiss im Auslandspraktikum: Erste Hilfe und Schutz

MUDr. Andreas Zehetner
MUDr. Andreas ZehetnerArzt, Co-Founder von travel4med
  • 28. Oktober 2026
  • 12 Minuten
Schlangenbiss im Auslandspraktikum: Erste Hilfe und Schutz

Schlangenbiss im Auslandspraktikum: Erste Hilfe und Schutz

Ein Schlangenbiss ist ein medizinischer Notfall, bei dem eine Giftschlange Gift in die Haut spritzen kann, und die richtige Erste Hilfe ist einfacher, als viele denken: Ruhe bewahren, den gebissenen Arm oder das Bein ruhigstellen, Ringe und Uhr abnehmen und ohne Umweg ins nächste Spital. Nicht abbinden, nicht aussaugen, nicht einschneiden. Für dein Auslandspraktikum in Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar heisst das vor allem: Vorbeugen ist dein bester Schutz, und ein Plan im Kopf ersetzt jedes "Schlangenbiss-Set".

Key Takeaways

  • Erste Hilfe ist Ruhe und Transport: Laut Tox Info Suisse beruhigst du die gebissene Person, stellst das Glied ruhig, entfernst Ringe und Uhr und bringst sie schonend ins nächste Spital.
  • Nie abbinden oder aussaugen: Die WHO-Leitlinie für Südostasien nennt Einschneiden, Aussaugen, Abbinden, Schlangensteine und Eis nutzlos oder gefährlich.
  • Weltweit ein grosses Problem: Laut WHO werden jedes Jahr rund 5,4 Millionen Menschen gebissen, und 81'410 bis 137'880 sterben daran.
  • Sri Lanka und Nepal sind betroffen: In Sri Lanka zählte eine nationale Studie 398 Bisse pro 100'000 Einwohner und Jahr, im Tiefland Nepals eine Genfer Studie 251.
  • Kraits beissen nachts: Laut WHO werden in Südasien fast alle Kraitbisse an schlafenden Menschen verübt. Ein Bett und ein gut eingestecktes Moskitonetz schützen.

Fachlich geprüft von MUDr. Amandeep Grewal. Das Profil findest du auf der Autorenseite von MUDr. Amandeep Grewal. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche oder reisemedizinische Beratung.

Was ist ein Schlangenbiss, und wie gefährlich ist er?

Ein Schlangenbiss wird gefährlich, wenn eine Giftschlange dabei Gift abgibt. Fachleute sprechen dann von einer Vergiftung, auf Englisch "envenoming". Nicht jeder Biss ist eine Vergiftung: Tox Info Suisse schreibt, dass etwa jeder zehnte Biss einheimischer Giftschlangen ein "trockener Biss" ohne Gift ist. Ob Gift im Spiel ist, entscheidet sich aber erst im Spital, nicht am Strassenrand.

Weltweit ist das Problem gross. Laut Faktenblatt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 17.09.2026 werden jedes Jahr schätzungsweise 5,4 Millionen Menschen gebissen, 1,8 bis 2,7 Millionen davon erleiden eine Vergiftung. Rund 81'410 bis 137'880 Menschen sterben pro Jahr, und etwa dreimal so viele verlieren eine Gliedmasse oder behalten eine bleibende Behinderung. Am stärksten betroffen sind laut WHO Afrika, Asien und Lateinamerika: In Asien erleiden bis zu 2 Millionen Menschen pro Jahr eine Vergiftung, in Afrika brauchen jährlich 435'000 bis 580'000 Bisse eine Behandlung.

Wen trifft es? Laut WHO vor allem Menschen in der Landwirtschaft und Kinder in armen ländlichen Regionen. Das ist auch für dich wichtig, denn genau diese Patientinnen und Patienten kannst du im Gastspital sehen. Die WHO hat das Ziel gesetzt, Todesfälle und Behinderungen durch Schlangenbisse bis 2030 um 50 Prozent zu senken.

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Was tun bei einem Schlangenbiss?

Ruhe bewahren und schnell, aber schonend ins Spital. Die Erste-Hilfe-Schritte von Tox Info Suisse, dem Schweizer Giftnotruf, gelten sinngemäss auch im Ausland. Sie passen zu den Empfehlungen der WHO für Südostasien, die Beruhigung, Ruhigstellung des Glieds und den raschen Transport an einen Ort mit medizinischer Versorgung in den Mittelpunkt stellen.

  1. Weg von der Schlange. Bring dich und die gebissene Person aus der Reichweite. Die Schlange nicht jagen und nicht töten, das ist laut WHO selbst gefährlich.
  2. Beruhigen und hinsetzen. Tox Info Suisse rät, die Person zu beruhigen und sie sitzen oder liegen zu lassen, am besten im Schatten.
  3. Ruhigstellen. Den gebissenen Arm in eine Schlinge, das Bein in eine Schiene. Jede Bewegung des Glieds vermeiden.
  4. Ringe, Uhr und enge Kleider weg. Bevor die Schwellung beginnt, nicht erst danach.
  5. Bisswunde desinfizieren und abdecken. So steht es bei Tox Info Suisse. Mehr nicht.
  6. Schonend ins nächste Spital. Keine körperliche Anstrengung, die gebissene Person läuft also nicht selbst los, wenn es anders geht. Bei lebensbedrohlichen Symptomen sofort den Notruf wählen.
  7. Ein Foto statt Fang. Die WHO-Leitlinie nennt ein Handyfoto der Schlange als Hilfe für die Bestimmung der Art. Mach es nur aus sicherer Distanz.

Die WHO-Leitlinie für Südostasien empfiehlt zusätzlich ein Druckpolster über der Bisswunde, wenn ein Biss einer Giftnatter wie Krait oder Kobra nicht sicher ausgeschlossen ist. Für einen Druckverband mit elastischen Binden braucht es laut WHO allerdings Material und Übung. Lass dir die Technik in deiner reisemedizinischen Beratung oder im Spital zeigen, statt sie im Ernstfall zum ersten Mal zu probieren.

Was du bei einem Schlangenbiss nie tun solltest

Abbinden, Aussaugen, Einschneiden und Ausbrennen sind tabu. Tox Info Suisse schreibt wörtlich: "Auf keinen Fall: Abbinden, Aussaugen, Aus-/Einschneiden oder Ausbrennen der Bisswunde." Abbinden schädigt Gewebe, Aussaugen bringt nichts, und Schneiden oder Brennen entfernt kein Gift.

Die WHO-Leitlinie geht noch weiter. Die meisten bekannten Erste-Hilfe-Methoden, westliche wie traditionelle, richten laut WHO mehr Schaden an, als sie nützen. Dazu zählt die Leitlinie kleine Schnitte oder Stiche an der Bissstelle, das Aussaugen, schwarze "Schlangensteine", enge Bänder um das Glied, Elektroschocks, Chemikalien, Kräuter und Eispackungen. Traditionelle Behandlungen dürfen laut WHO die medizinische Behandlung nicht verzögern.

Das ist kein theoretischer Punkt. Laut WHO-Leitlinie geniessen traditionelle Heiler in vielen Gemeinschaften der Region grosses Vertrauen, und die Leitlinie rät, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, damit sie Vergiftete rasch ins Spital schicken. Wenn du im Gastspital eine Patientin mit Schnittwunden über der Bissstelle siehst, weisst du jetzt, woher sie kommen.

Wie häufig sind Schlangenbisse in Sri Lanka und Nepal?

Deutlich häufiger als in der Schweiz, und zwar um ein Vielfaches. In Sri Lanka befragte ein Team der Universität Kelaniya landesweit 165'665 Menschen. Das Ergebnis, veröffentlicht 2016 in PLoS Neglected Tropical Diseases: Pro 100'000 Einwohner gibt es jedes Jahr 398 Schlangenbisse, 151 Vergiftungen und 2,3 Todesfälle. Die Risikokarten zeigen grosse Unterschiede innerhalb des Landes.

Für Nepal gibt es eine Studie mit Schweizer Beteiligung. Fachleute der Abteilung für Tropen- und humanitäre Medizin der Hôpitaux Universitaires de Genève (HUG) und der Universität Genf untersuchten zusammen mit dem B.P. Koirala Institute of Health Sciences 63'454 Menschen in 249 Dörfern im Terai, dem Tiefland im Süden Nepals. Finanziert hat das Projekt SNAKE-BYTE der Schweizerische Nationalfonds. Laut der Studie in The Lancet Global Health von 2022 wurden 166 Personen in zwölf Monaten gebissen, 48,8 Prozent erlitten eine Vergiftung und 7,8 Prozent starben. Hochgerechnet sind das jedes Jahr 26'749 bis 37'661 gebissene Menschen und 2'386 bis 3'225 Tote allein im Terai.

Schlangenbisse in Sri Lanka und Nepal pro 100'000 Einwohner und Jahr Oberer Teil: Schlangenbisse pro 100'000 Einwohner und Jahr, Sri Lanka 398, Nepal Terai 251. Unterer Teil mit eigener Skala: Todesfaelle pro 100'000 Einwohner und Jahr, Sri Lanka 2,3, Nepal Terai 22,4. Quellen: Ediriweera und andere, PLoS Neglected Tropical Diseases 2016, nationale Erhebung Sri Lanka; Alcoba und andere, The Lancet Global Health 2022, Erhebung im Terai 2018 bis 2019, bereinigte Werte. Schlangenbisse pro 100'000 Einwohner und Jahr Bevoelkerungsstudien: Sri Lanka (national) und Nepal (Terai-Tiefland) Sri Lanka 398 Nepal, Terai 251 Todesfaelle pro 100'000 Einwohner und Jahr eigene Skala, nicht mit den Bissen oben vergleichen Sri Lanka 2,3 Nepal, Terai 22,4
Quellen: Ediriweera und andere, PLoS Neglected Tropical Diseases, 2016 (Sri Lanka, rohe Werte); Alcoba und andere, The Lancet Global Health, 2022 (Nepal Terai, bereinigte Werte). Eigene Darstellung.

Zum Vergleich: In der Schweiz rechnet Tox Info Suisse mit 10 bis 20 Bissen durch einheimische Giftschlangen pro Jahr, und der letzte bekannte Todesfall liegt in den 1960er Jahren. Wichtig für deine Einordnung: Unser Standort in Nepal ist Pokhara im Hügelland, nicht das Terai. Für Bali und Sansibar haben wir keine vergleichbare Bevölkerungsstudie gefunden, deshalb nennen wir dafür keine Zahl. Alle Orte findest du auf der Seite zu unseren Standorten, die Details zu Sri Lanka und Nepal auf den Länderseiten.

Warum sind Kraits nachts besonders gefährlich?

Weil sie nachts jagen und oft unbemerkt beissen. Kraits (Gattung Bungarus) sind Giftnattern, die laut WHO-Leitlinie vor allem nachtaktiv sind. In Südasien werden laut WHO fast alle Kraitbisse an Menschen verübt, die zu Hause schlafen, meist auf dem Boden, manchmal sogar im Bett.

Tückisch ist, dass ein Kraitbiss kaum Spuren hinterlassen kann. Die WHO beschreibt als typisches Bild eine Lähmung mit wenig oder gar keiner Reaktion an der Bissstelle, oft bei Menschen, die im Schlaf auf dem Boden gebissen wurden, mit oder ohne Bauchschmerzen. Kraitbisse sind laut Leitlinie meist schmerzlos. Erste Zeichen einer Nervenvergiftung sind laut WHO schwere, hängende Augenlider (Ptose), gelähmte Augenmuskeln und eine Lähmung, die von oben nach unten fortschreitet.

Was heisst das für dich? Schlaf im Bett, nicht auf einer Matte am Boden, und steck das Moskitonetz gut unter die Matratze. Die WHO empfiehlt genau das: Ein gut eingestecktes Netz schützt laut Leitlinie gegen Mücken, Skorpione, Hundertfüsser und Schlangen. Wie du dich gegen Mücken schützt, steht im Beitrag zu Dengue und Mückenschutz im Auslandspraktikum.

Gefleckte Schlange gleitet über flache Steine am Boden, Symbolbild für Vorsicht vor einem Schlangenbiss auf Wegen und im Gelände

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Wie schützt du dich im Alltag vor einem Schlangenbiss?

Mit Licht, festen Schuhen und Abstand. Die WHO-Leitlinie für Südostasien nennt einfache Regeln, die auch im Praktikumsalltag funktionieren:

  • Nachts immer mit Licht. Nutz eine Taschenlampe, wenn du nach Einbruch der Dunkelheit draussen unterwegs bist, auch für den kurzen Weg zur Toilette.
  • Feste Schuhe statt Flip-Flops. Die WHO empfiehlt feste Schuhe oder Stiefel, vor allem in Feldern und hohem Gras. Lange Hosen helfen zusätzlich.
  • Besonders wachsam nach Regen. Laut WHO steigt das Risiko nach Regenfällen, bei Überschwemmungen, zur Erntezeit und in der Nacht.
  • Schlangen nie anfassen. Nicht bedrohen, nicht angreifen, nicht fotografieren aus nächster Nähe. Schlangen meiden Menschen, wenn sie einen Fluchtweg haben.
  • Im Bett schlafen. Mit gut eingestecktem Moskitonetz, wie oben beschrieben.

Packst du gerade? Taschenlampe, geschlossene Schuhe und ein eigenes Netz gehören auf die Packliste fürs Auslandspraktikum. Ein kommerzielles "Schlangenbiss-Set" mit Saugpumpe brauchst du nicht, denn Aussaugen hilft laut Tox Info Suisse nicht. Was sonst in deine Reiseapotheke gehört, erklärt der Beitrag zur Reiseapotheke fürs Auslandspraktikum.

Planst du nach dem Praktikum in Nepal ein Trekking? Dann lies auch den Beitrag zum Trekking in Nepal nach dem Auslandspraktikum, und für die allgemeine Lage im Land die Übersicht unserer Schwesterseite zur Sicherheit in Nepal im Auslandspraktikum.

Unterassistenz oder Praktikum in Krankenpflege in Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar? travel4med organisiert deinen Platz im Gastspital, die Unterkunft und deine Ansprechpersonen vor Ort. Schau dir die Unterassistenz im Ausland oder das Praktikum in Krankenpflege an und vereinbare deine kostenlose Beratung.

Schlangenbiss im Gastspital: was du dort lernst

Für dich als angehende Ärztin oder Pflegefachfrau ist der Schlangenbiss nicht nur ein Risiko, sondern auch ein Stück Tropenmedizin, das du in der Schweiz kaum siehst. Tox Info Suisse schreibt, dass Antivenine in der Schweiz nur bei jedem fünften Schlangenbiss im Spital eingesetzt werden. In Sri Lanka oder im Terai sieht der Alltag anders aus.

Die wichtigste Behandlung ist laut WHO das Antivenin, also ein Gegengift aus Antikörpern. Hochwertige Antivenine sind laut WHO die wirksamste Behandlung gegen die meisten Giftwirkungen und stehen auf der WHO-Liste der unentbehrlichen Arzneimittel. Die Leitlinie für Südostasien betont aber, dass Antivenin nur bei Zeichen einer Vergiftung gegeben wird, nicht bei jedem Biss, weil es selbst Reaktionen auslösen kann.

Ein einfacher Test am Bett, den du im Gastspital vielleicht selbst siehst, ist der 20-Minuten-Gerinnungstest (20WBCT). Laut WHO kommen 2 Milliliter frisches venöses Blut in ein neues, trockenes Glasröhrchen. Nach 20 Minuten bei Raumtemperatur wird es einmal gekippt. Ist das Blut noch flüssig, ist die Gerinnung durch das Gift gestört. In der WHO-Region Südostasien spricht ungerinnbares Blut laut Leitlinie für den Biss einer Viper und gegen den einer Giftnatter.

Wenn dich Notfälle wie dieser interessieren, lohnt sich der Beitrag zum Notfallmedizin-Praktikum im Ausland und der zum Tropenmedizin-Praktikum im Ausland. Wie Fachleute für Infektionen und Tropenkrankheiten arbeiten, erklärt unser Schwesterportal im Beitrag Was macht ein Infektologe?. Einen englischsprachigen Leitfaden zum Thema findest du bei travel4med International im Beitrag Snakebite on a Medical Elective.

Was zahlt die Versicherung nach einem Schlangenbiss?

Das regelt deine Police, nicht dieser Beitrag. Ein Schlangenbiss kann eine Behandlung im Spital, teure Antivenine oder sogar eine Verlegung bedeuten. Prüf vor der Abreise, ob deine Versicherung Notfallbehandlung und Rücktransport im Ausland deckt und welche Notrufnummer ihre Assistance hat. Wie das für Schweizer Studierende funktioniert, erklärt der Beitrag zur Auslandskrankenversicherung fürs Praktikum. Und was du tust, wenn du vor Ort krank wirst, steht unter Krank im Auslandspraktikum.

Sprich das Thema auch in der reisemedizinischen Beratung vor dem Auslandspraktikum an. Gegen Schlangenbisse gibt es keine Impfung, gegen Tollwut nach Tierbissen aber schon. Was dort gilt, steht im Beitrag zur Tollwut-Prophylaxe im Auslandspraktikum.

Häufige Fragen zum Schlangenbiss

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Quellen

  • Weltgesundheitsorganisation (WHO): "Snakebite envenoming", Faktenblatt vom 17.09.2026, abgerufen am 28.10.2026. who.int
  • WHO Regionalbüro Südostasien: "Guidelines for the management of snakebites, 2nd edition", 16.08.2016, abgerufen am 28.10.2026. who.int
  • Tox Info Suisse: "Ich wurde von einer Schlange gebissen. Was tun?", Stand Juni 2024, abgerufen am 28.10.2026. toxinfo.ch
  • Ediriweera D. S. und andere (Universität Kelaniya): "Mapping the Risk of Snakebite in Sri Lanka: A National Survey with Geospatial Analysis", PLoS Neglected Tropical Diseases, 08.07.2016. pmc.ncbi.nlm.nih.gov
  • Alcoba G. und andere (HUG und Universität Genf, B.P. Koirala Institute of Health Sciences): "Snakebite epidemiology in humans and domestic animals across the Terai region in Nepal: a multicluster random survey", The Lancet Global Health, März 2022. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov