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Allgemein


Dengue ist im Sommer 2026 der Grund, warum du den Mückenschutz für dein Auslandspraktikum nicht als Nebensache behandeln solltest. Was ist Dengue überhaupt? Dengue ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, die in vielen tropischen Regionen vorkommt, und Sri Lanka erlebt gerade den schwersten Ausbruch seit rund einem Jahrzehnt. Wenn du eine Famulatur, ein Pflegepraktikum oder das Wahlstudienjahr in Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar planst, arbeitest du mitten in Regionen, in denen Dengue und teils auch Malaria zum klinischen Alltag gehören. Genau jetzt, in der Planungsphase für das Studienjahr 2026/27, lohnt sich deshalb ein nüchterner Blick auf Mückenschutz, Malariaprophylaxe und die reisemedizinische Beratung.
Weil Sri Lanka 2026 eine ausserordentlich starke Dengue-Saison durchläuft. Nach Angaben der Epidemiology Unit des sri-lankischen Gesundheitsministeriums, aufbereitet in den lokalen Tagesmeldungen, wurden bis Ende Juli 2026 über 80'000 Dengue-Fälle und mehr als 60 Todesfälle registriert. Der Juli war mit rund 24'700 Fällen der bisher stärkste Monat des Jahres, und die Kurve folgt klar dem Südwest-Monsun: Im Mai waren es rund 8'590 Fälle, im Juni bereits 21'537. Über 50 % aller Fälle entfallen auf die dicht besiedelte Westprovinz rund um Colombo und Gampaha, also genau die Region, in der viele Kliniken und Unterkünfte liegen.
Für dich als angehende Ärztin oder angehenden Arzt heisst das zweierlei: Du bewegst dich in einem Gebiet mit hoher Übertragung, und du siehst im Spital sehr wahrscheinlich Dengue-Patientinnen und -Patienten. Beides ist kein Grund, ein Praktikum abzusagen, aber ein sehr guter Grund, den Mückenschutz ernst zu nehmen. Die Zahlen sind Momentaufnahmen einer laufenden Saison und ändern sich wöchentlich, deshalb solltest du kurz vor der Abreise die aktuellen Reisehinweise des EDA sowie healthytravel.ch prüfen.

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Dengue und Malaria werden gerne in einen Topf geworfen, verhalten sich aber ganz unterschiedlich, und dieser Unterschied entscheidet, wie du dich schützt.
Dengue ist eine Viruserkrankung, die von der Aedes-Mücke (vor allem Aedes aegypti) übertragen wird. Diese Mücke sticht tagsüber, mit Schwerpunkt am frühen Morgen und am späten Nachmittag, und sie brütet in kleinsten Wasseransammlungen rund um Gebäude. Typische Symptome sind hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie Hautausschlag. Es gibt kein spezifisches Medikament, die Behandlung ist unterstützend, und gerade eine zweite Dengue-Infektion mit einem anderen Serotyp kann schwerer verlaufen.
Malaria dagegen wird von der Anopheles-Mücke übertragen, die nachts und in der Dämmerung sticht. Malaria ist eine parasitäre Erkrankung, gegen die es je nach Gebiet eine medikamentöse Vorbeugung (Chemoprophylaxe) oder ein Notfallmedikament gibt. Weil die eine Mücke tagsüber und die andere nachts aktiv ist, brauchst du in Mischgebieten einen Mückenschutz, der rund um die Uhr greift, nicht nur ein Netz über dem Bett.
Das Malaria-Risiko unterscheidet sich zwischen unseren Standorten erheblich, und pauschale «Tropen gleich Malaria»-Regeln führen in die Irre. Hier die Einordnung nach den Empfehlungen der Schweizer Reisemedizin:
| Standort | Malaria-Risiko | Übliche Empfehlung |
|---|---|---|
| Sri Lanka | Sehr gering (seit 2016 WHO-zertifiziert malariafrei) | Keine Chemoprophylaxe, Fokus auf Dengue |
| Bali (touristische Gebiete) | Praktisch kein Risiko | Keine Chemoprophylaxe, Fokus auf Dengue |
| Nepal | Gering, nur im südlichen Terai unter ca. 2'000 m | Meist keine Prophylaxe, ggf. Notfallmedikament |
| Sansibar (Tansania) | Hoch, ganzjährig | Chemoprophylaxe dringend empfohlen |
Sri Lanka wurde 2016 von der WHO offiziell als malariafrei zertifiziert, es besteht nur ein geringes Restrisiko durch eingeschleppte Fälle. In Nepal ist Malaria stark zurückgegangen: Die WHO zählte 2022 landesweit nur noch rund 36 einheimische Fälle, ein Rückgang um mehr als 90 % gegenüber dem Vorjahrzehnt. Kathmandu und die klassischen Trekking-Höhen gelten als risikofrei, ein geringes Restrisiko besteht im südlichen Terai. Ganz anders Sansibar: Dort ist Malaria endemisch und ganzjährig verbreitet, weshalb die Schweizer Fachkommission für Reisemedizin selbst bei kurzen Aufenthalten eine Chemoprophylaxe dringend empfiehlt.
Weil es bei Dengue keine breite Impfung gibt und weil auch die beste Malariaprophylaxe die Stiche nicht ersetzt, ist der mechanische und chemische Mückenschutz dein wichtigstes Werkzeug. So gehst du vor:
Den passenden Mückenschutz, das Netz und ein Notfallmedikament packst du am besten schon zu Hause ein. Eine vollständige Übersicht findest du in unserer Packliste fürs Auslandspraktikum. Und weil ein Krankheitsfall vor Ort teuer werden kann, gehört eine passende Auslandskrankenversicherung zwingend dazu.
Das ist die Frage, die im Moment am häufigsten kommt, und die Antwort ist differenzierter, als viele erwarten. Seit August 2024 ist der Dengue-Impfstoff Qdenga in der Schweiz durch Swissmedic zugelassen. Trotzdem ist er keine Standardempfehlung für alle Reisenden.
Die Eidgenössische Kommission für Reisemedizin (EKRM) empfiehlt die Impfung nur für Personen mit nachgewiesener früherer Dengue-Infektion, die in eine Region mit hoher Übertragung reisen. Der Grund ist ein Sicherheitsaspekt: Nach aktueller Datenlage lässt sich nicht ausschliessen, dass Personen, die vor ihrer ersten Dengue-Infektion geimpft werden, im Krankheitsfall einen schwereren Verlauf haben könnten. Für die meisten Studierenden, die zum ersten Mal in ein Dengue-Gebiet reisen, bleibt deshalb der konsequente Mückenschutz die zentrale Massnahme. Ob eine Impfung in deinem Fall sinnvoll ist, klärst du am besten in einer reisemedizinischen Sprechstunde.

Fordere kostenlos und unverbindlich alle wichtigen Infos an.
Die wichtigste Weichenstellung triffst du früh: Plane eine reisemedizinische Beratung mehrere Wochen vor Abreise ein, idealerweise gemeinsam mit deinen Reiseimpfungen. In der Schweiz findest du aktuelle, offiziell abgestützte Empfehlungen auf healthytravel.ch, der Plattform der EKRM, sowie in den spezialisierten Sprechstunden, etwa am Swiss TPH in Basel oder an den universitären Zentren für Reisemedizin.
In der Beratung wird auf dein konkretes Reiseziel, die Reisezeit, die Dauer und deine Tätigkeit im Spital eingegangen. Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem reinen Ferienaufenthalt und einem Klinikpraktikum: Du hast direkten Patientenkontakt und brauchst deshalb eine sorgfältigere Planung, wie wir sie auch im Leitfaden zur Famulatur im Ausland und zum Pflegepraktikum im Ausland beschreiben.
Kostenlose Beratung sichern. Du willst dein Auslandspraktikum in Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar sauber vorbereiten, von der reisemedizinischen Planung bis zur Organisation vor Ort? In unserer kostenlosen Beratung klären wir deine Fragen individuell. Wie andere ihr Praktikum erlebt haben, zeigen die Erfahrungsberichte unserer Studierenden.
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