
Gelbfieberimpfung: Brauchst du sie für Sansibar und Asien?
Gelbfieberimpfung vor dem Praktikum auf Sansibar, in Nepal, Sri Lanka oder Bali: wann sie Pflicht ist, was sie in der Schweiz kostet. Jetzt Route prüfen.

Nils-Andre Stritt
14. Oktober 2026

Eine reisemedizinische Beratung ist ein ärztliches Gespräch vor der Abreise, in dem Impfungen, Malariaschutz, Reiseapotheke und die Risiken deines Ziellandes auf dich zugeschnitten werden. Für ein Spitalpraktikum in Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar buchst du sie 6 bis 8 Wochen vorher. Rechne mit Selbstkosten: Die Grundversicherung zahlt Reiseimpfungen in der Regel nicht.
Die reisemedizinische Beratung ist mehr als ein Impftermin. Es geht auch um Malaria, Mückenschutz, Tollwut, Reisedurchfall und deine Reiseapotheke.
Timing: healthytravel.ch rät zu einem Termin mindestens 6 bis 8 Wochen vor Abreise, das Swiss TPH in Basel zu 4 bis 8 Wochen. Reiseimpfungen sollten spätestens 14 Tage vor dem Abflug abgeschlossen sein.
Kosten: Am Swiss TPH kostet die Reiseberatung für Erwachsene CHF 77.50 (Stand 22.04.2026), Impfstoffe kommen pro Dosis dazu.
Krankenkasse: Laut BAG übernimmt die Grundversicherung Impfungen bei reisemedizinischer Indikation nicht. Manche Zusatzversicherungen erstatten einen Teil.
Als Studentin oder Student im Spital hast du zusätzliche Fragen: Hepatitis-B-Schutz, Vorgehen nach einer Nadelstichverletzung und Tuberkulose.
Fachlich geprüft von MUDr. Amandeep Grewal. Das Profil findest du auf der Autorenseite von MUDr. Amandeep Grewal. Dieser Beitrag ersetzt keine reisemedizinische Beratung.
Eine reisemedizinische Beratung ist eine ärztliche Konsultation, bei der eine Fachperson deinen Impfschutz prüft und ihn um die Impfungen ergänzt, die für dein Ziel sinnvoll oder vorgeschrieben sind. Dazu kommen Malariastrategie, Mückenschutz, Reiseapotheke und die Frage, was du bei Tierbissen oder Fieber unterwegs tust.
So beschreibt es auch das Zentrum für Tropen- und Reisemedizin des Swiss TPH in Basel: Eine Reise vorzubereiten heisse, mehr im Blick zu haben als nur die Impfungen. Je nach Ziel, Reiseart und Gesundheit kommen Malariaprophylaxe, Höhenmedizin oder besondere Vorkehrungen bei chronischen Erkrankungen dazu (Swiss TPH, Reiseimpfungen).
Der Unterschied zu unserem Beitrag über Reiseimpfungen fürs Wahlstudienjahr: Dort geht es darum, welche Impfungen infrage kommen. Hier geht es um den Termin selbst, also wann, wo, für wie viel und wie du ihn so vorbereitest, dass du nicht zweimal hingehen musst.
Buche die reisemedizinische Beratung 6 bis 8 Wochen vor dem Abflug. So empfiehlt es healthytravel.ch, das Portal der Schweizer Fachleute für Reisemedizin. Das Swiss TPH nennt 4 bis 8 Wochen. Der Grund ist simpel: Manche Impfungen brauchen mehrere Dosen mit festen Abständen, und die letzte sollte spätestens 14 Tage vor der Abreise sitzen.
Die Gelbfieberimpfung, falls du sie brauchst, sollte laut Swiss TPH möglichst 10 Tage vor der Einreise in ein Gelbfiebergebiet erfolgen. Und was, wenn du spät dran bist? Dann geh trotzdem. Auch healthytravel.ch schreibt, dass du selbst vor einer Last-Minute-Reise noch einen Arzt aufsuchen solltest (healthytravel.ch, Vor der Reise). Laut Swiss TPH wirken viele Impfungen bereits nach wenigen Tagen, und für einige gibt es beschleunigte Schemata.
Unser Tipp aus der Planung: Leg den Termin direkt nach der Zusage deines Spitals fest. Wer im Wahlstudienjahr mehrere Monate am Stück plant, kann die reisemedizinische Beratung auch früher machen. Welche Jahreszeit an welchem Standort welche Risiken bringt, steht in unserem Beitrag zur besten Reisezeit im Wahlstudienjahr.

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Eine reisemedizinische Beratung bekommst du in der Schweiz bei der Hausärztin, bei einer Fachperson für Tropen- und Reisemedizin oder in einem Impfzentrum. Das schreibt healthytravel.ch. Eine Ausnahme gibt es: Die Gelbfieberimpfung machen nur Impfzentren und bestimmte, dafür zugelassene Ärztinnen und Ärzte.
Welche Stellen das in deiner Nähe sind, zeigt das Verzeichnis auf healthytravel.ch, nach Kantonen sortiert. Es unterscheidet spezialisierte reisemedizinische Zentren, Fachärztinnen und Fachärzte für Tropen- und Reisemedizin FMH und weitere Ärztinnen und Ärzte mit Bewilligung für die Gelbfieberimpfung (healthytravel.ch, Fachpersonen finden).
Was ist sinnvoller? Für ein Praktikum in Südasien, Indonesien oder Ostafrika lohnt sich meist eine spezialisierte Stelle, weil Malaria, Tollwut und Gelbfieber dort Routine sind. Kennt deine Hausärztin deine Vorgeschichte gut und impft regelmässig für Reisen, ist sie ebenfalls eine gute Wahl. Wie Infektiologinnen und Infektiologen arbeiten, also das Fach, das hinter vielen dieser Fragen steht, erklärt dein-medizinstudium.ch im Beitrag Was macht ein Infektiologe?.
Eine reisemedizinische Beratung kostet am Swiss TPH in Basel CHF 77.50 für Erwachsene, Stand 22. April 2026. Impfstoffe werden pro Dosis zusätzlich verrechnet, dazu kommt pro Impftermin eine Injektions- und Dokumentationsgebühr von CHF 15.00. Das Swiss TPH rechnet nach dem Arzttarif TARDOC ab. Andere Stellen können andere Preise haben.
Hier ein Auszug aus der Preisliste des Swiss TPH, damit du ein Gefühl für die Grössenordnung bekommst:
Leistung am Swiss TPH (Stand 22.04.2026) | Preis |
|---|---|
Reiseberatung Erwachsene | CHF 77.50 |
Hepatitis A, Erwachsene (pro Dosis) | CHF 51.05 |
Typhus Schluckimpfung | CHF 60.80 |
Tollwut (pro Dosis) | CHF 89.90 |
Japanische Enzephalitis (pro Dosis) | CHF 139.40 |
Injektions- und Dokumentationsgebühr (pro Impftermin) | CHF 15.00 |
Ein Rechenbeispiel mit diesen Preisen: Beratung, eine Dosis Hepatitis A und die Gebühr ergeben am selben Termin CHF 143.55. Kommt eine Dosis Tollwut dazu, sind es CHF 233.45, weil die Gebühr nur einmal pro Termin anfällt. Welche Impfungen und wie viele Dosen du brauchst, entscheidet erst die Beratung.
Preise eines Zentrums, nicht der ganzen Schweiz. Quelle: Swiss TPH, Zentrum für Tropen- und Reisemedizin, Preisliste Stand 22. April 2026, abgerufen am 11.10.2026.
Zur Bezahlung: Am Swiss TPH zahlst du am Termin vor Ort mit Karte oder Twint, Rechnung und Barzahlung gibt es nicht. Du bekommst einen Rückforderungsbeleg für deine Krankenkasse. Wer einen Termin nicht mindestens 24 Stunden vorher absagt, bezahlt ihn trotzdem (Swiss TPH, Termin buchen).
Die Grundversicherung zahlt die reisemedizinische Beratung und Reiseimpfungen in der Regel nicht. Das BAG hält im Referenzdokument zu Artikel 12a KLV fest: Bei beruflicher und reisemedizinischer Indikation erfolgt keine Kostenübernahme durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung. Dieser Ausschluss gilt ausdrücklich auch für die Impfberatung.
Konkret steht der Hinweis "keine Kostenübernahme bei reisemedizinischer Indikation" etwa bei Hepatitis A, Hepatitis B, Tollwut und den Meningokokken-Impfungen. Bei Hepatitis B steht zusätzlich: keine Kostenübernahme bei beruflicher Indikation. Für dich als Studentin im Spital heisst das: Frag bei deiner Fakultät oder deinem Spital nach, wie der Hepatitis-B-Schutz für Studierende geregelt ist.
Es gibt aber auch eine gute Nachricht. Seit dem 1. Januar 2026 sind die Impfungen nach Artikel 12a KLV und die dazugehörige Beratung von der Franchise befreit, der Selbstbehalt von 10 % bleibt (BAG, Referenzdokument Prophylaktische Impfungen, Version 1. Juli 2026). Fehlt dir zum Beispiel eine Basisimpfung aus dem Schweizerischen Impfplan, kann sich das lohnen, sie vorher regulär nachzuholen. Ob das bei dir zutrifft, klärst du mit deiner Ärztin und deiner Krankenkasse.
Und die Zusatzversicherung? Laut Swiss TPH erstatten einige Zusatzversicherungen Reiseimpfungen ganz oder teilweise, die Handhabung ist unterschiedlich. Ein kurzer Anruf vor dem Termin lohnt sich. Was deine Versicherung im Ausland sonst abdecken muss, liest du im Beitrag zur Auslandskrankenversicherung fürs Praktikum.
Eine gut vorbereitete reisemedizinische Beratung spart dir einen zweiten Termin. Das Swiss TPH bittet, den Impfausweis, eine Liste der regelmässig eingenommenen Medikamente, Angaben zu Allergien sowie Reiseziel, Reisedaten und Reiseart mitzubringen. Mit dieser Reihenfolge gehst du vorbereitet hin:
Impfausweis suchen: Auch alte oder unvollständige Ausweise helfen. Fehlt er, frag bei deiner Hausarztpraxis nach früheren Einträgen.
Praktikumsdaten notieren: Land, Ort, Spital, Abteilung und Zeitraum. Schreib dazu, dass du als Medizin- oder Pflegestudentin direkt mit Patientinnen und Patienten arbeitest.
Reise davor und danach aufschreiben: Trekking, Safari oder ein Abstecher in ein Nachbarland verändern die Empfehlung.
Medikamente und Allergien auflisten: Mit Wirkstoffnamen, das hilft auch bei der Reiseapotheke.
Fragen vorbereiten: Nimm die Liste aus dem nächsten Abschnitt mit.
Kosten klären: Frag deine Zusatzversicherung, was sie erstattet, und plane das Budget ein.
Folgetermine direkt buchen: Bei Impfserien gleich alle Termine fixieren, damit die letzte Dosis 14 Tage vor Abflug sitzt.

Fordere kostenlos und unverbindlich alle wichtigen Infos an.
Bei einem Spitalpraktikum fragst du in der reisemedizinischen Beratung nicht nur nach Ferienrisiken, sondern nach deinem Berufsrisiko. Du hast Kontakt mit Blut, mit kranken Menschen und mit Nadeln. Diese Fragen solltest du deshalb aktiv stellen:
Ist mein Hepatitis-B-Schutz ausreichend? Wie man einen Titer einordnet, beschreibt unsere deutsche Schwesterseite im Beitrag zum Hepatitis-B-Titer fürs Auslandspraktikum. Die Kostenfrage dort gilt für Deutschland, nicht für dich.
Was tue ich nach einer Nadelstichverletzung? Kläre, ob du eine HIV-Postexpositionsprophylaxe mitnehmen solltest und wo du sie vor Ort bekommst. Mehr dazu im Beitrag zur Nadelstichverletzung im Ausland.
Brauche ich einen Tuberkulose-Test vor und nach dem Einsatz? Die Hintergründe stehen im Beitrag zu Tuberkulose im Auslandspraktikum.
Ist eine Tollwut-Impfung vor der Reise sinnvoll? Das hängt von Ort und Dauer ab, siehe Tollwut-Prophylaxe im Auslandspraktikum.
Was gehört in meine Reiseapotheke? Unsere Reiseapotheke fürs Auslandspraktikum ist eine gute Grundlage für das Gespräch.
Ein Thema, das viele unterschätzen, ist Reisedurchfall. Wie unsere österreichische Schwesterseite das Thema für Studierende aufbereitet, liest du im Beitrag Reisedurchfall in Famulatur und KPJ. Die Behördenhinweise dort betreffen Österreich.
Mückenübertragene Krankheiten wie Malaria, Dengue, Chikungunya und Zika gehören laut Swiss TPH zu den wichtigsten Gesundheitsrisiken in tropischen und subtropischen Regionen. Je nach Ziel, Reisezeit, Reiseart und persönlicher Situation empfiehlt die reisemedizinische Beratung eine medikamentöse Prophylaxe, eine Notfall-Selbstbehandlung oder reinen Mückenschutz. Das Rezept bekommst du direkt dort (Swiss TPH, Reisemedizinische Beratung).

Gegen Dengue und Chikungunya gibt es inzwischen Impfungen, die laut Swiss TPH in gewissen Situationen empfohlen sein können. Ob du dazugehörst, ist eine individuelle Entscheidung. Für den Alltag im Praktikum zählt vor allem der konsequente Schutz am Tag und in der Nacht. Was an unseren Standorten wirkt, erklären die Beiträge zu Dengue und Mückenschutz und zur Malariaprophylaxe im Auslandspraktikum.
Dein Praktikum im Ausland, gesundheitlich gut vorbereitet. travel4med organisiert deinen Spitalplatz in Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar und bestätigt Zeitraum, Spital und Tätigkeit schriftlich, genau die Angaben, die deine reisemedizinische Beratung braucht. Ob Unterassistenz im Ausland oder Praktikum in Krankenpflege: Schau dir unsere Standorte an und vereinbare jetzt deine kostenlose Beratung.
Swiss TPH, Zentrum für Tropen- und Reisemedizin: Reiseimpfungen (Zeitpunkt, Mitbringliste, Abrechnung), abgerufen am 11.10.2026: travelmedicine.swisstph.ch
Swiss TPH, Zentrum für Tropen- und Reisemedizin: Reisemedizinische Beratung (Inhalte, Malaria, Gelbfieber), abgerufen am 11.10.2026: travelmedicine.swisstph.ch
Swiss TPH, Zentrum für Tropen- und Reisemedizin: Termin buchen (Bezahlung, Kostenübernahme, Absage), abgerufen am 11.10.2026: travelmedicine.swisstph.ch
Swiss TPH, Zentrum für Tropen- und Reisemedizin: Impfpreise, Stand 22. April 2026, abgerufen am 11.10.2026: Preisliste (PDF)
Bundesamt für Gesundheit (BAG): Referenzdokument Prophylaktische Impfungen nach Art. 12a KLV, Version vom 1. Juli 2026, abgerufen am 11.10.2026: bag.admin.ch (PDF)
Schweizerische Expertenkommission für Reisemedizin: healthytravel.ch, Vor der Reise, abgerufen am 11.10.2026: healthytravel.ch
Schweizerische Expertenkommission für Reisemedizin: healthytravel.ch, Fachpersonen finden, abgerufen am 11.10.2026: healthytravel.ch
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