
Handhygiene im Auslandspraktikum: die 5 WHO-Momente
Handhygiene entscheidet im Spital über Infektionen: die 5 Momente der WHO, 20 bis 30 Sekunden Einreibezeit und deine Vorbereitung auf das Auslandspraktikum.

MUDr. Amandeep Grewal
24. September 2026

Der Schweizer Pass ist das einzige Reisedokument, mit dem du für ein klinisches Praktikum nach Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar einreist, und er muss am Einreisetag in aller Regel noch mindestens sechs Monate gültig sein. Ein neuer Pass kostet bei fedpol CHF 140.00 plus CHF 5.00 Porto, die Lieferfrist beträgt im Inland maximal zehn Arbeitstage. Die Kurzantwort: Schau heute auf das Ablaufdatum, zähl sechs Monate ab deinem letzten Praktikumstag dazu, und beantrage den Pass vor dem Visum, nie danach.
Redaktionell geprüft von Nils-Andre Stritt, travel4med, der Studierende bei Ablauf, Terminplanung und Standortwahl ihrer Auslandsmonate begleitet.

Weil fast jeder Schritt danach auf der Passnummer aufbaut. Dein Gastspital trägt sie in die Zusage ein, der Visumsantrag hängt daran, und deine Fakultät will eine Kopie für die Anmeldung der Auslandsmonate. Wer den Pass erst beantragt, nachdem das Visum erteilt ist, hat plötzlich zwei Dokumente mit zwei verschiedenen Nummern, und die Bewilligung gehört zum alten.
Bei zwei unserer vier Standorte stellst du den Visumsantrag ausserdem gar nicht selbst, und dein Schweizer Pass muss dafür bereits vorliegen. Auf Sri Lanka beantragt die gastgebende Einrichtung das Residence Visa der Educational Category beim Controller General of Immigration and Emigration, für Bali reicht dein indonesischer Sponsor den Antrag für das Visum C22A über das offizielle e-Visa-Portal ein. Beide brauchen dafür deine fertigen Passdaten, nicht die Zusage, dass bald ein Pass kommt. Wie diese Verfahren im Detail ablaufen, steht in unseren Beiträgen zum Visum für Sri Lanka und Nepal und zum Visum für Indonesien.
Und noch ein Punkt, der in der Schweiz oft untergeht: Es gibt kein nationales Passamt, bei dem du vorsprichst. Zuständig ist die Passstelle deines Wohnkantons, und die Abläufe unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. fedpol führt dazu eine eigene Übersicht der kantonalen Verfahren.

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Ein neuer Pass für Erwachsene kostet CHF 140.00 plus CHF 5.00 Porto. Zusammen mit der Identitätskarte sind es CHF 148.00 plus CHF 10.00. Die Identitätskarte allein kostet CHF 65.00 plus Porto. Nach der Bewilligung deines Antrags liefert fedpol im Inland innert maximal zehn Arbeitstagen, im Ausland innert maximal dreissig.
| Dokument | Gebühr | Porto | Gültigkeit ab 18 Jahren |
|---|---|---|---|
| Pass | CHF 140.00 | CHF 5.00 | 10 Jahre |
| Pass und Identitätskarte | CHF 148.00 | CHF 10.00 | 10 Jahre |
| Identitätskarte | CHF 65.00 | CHF 5.00 | 10 Jahre |
| Provisorischer Pass | ab CHF 100.00 | keine Angabe | Reisedauer, maximal 12 Monate |
| Provisorischer Pass am Flughafen | ab CHF 150.00 | keine Angabe | Reisedauer, maximal 12 Monate |
Zwei Dinge zum Schweizer Pass lohnen sich im Kopf zu behalten. Erstens ist die Lieferfrist erst der Teil nach der Bewilligung, der Termin zur Datenerfassung bei der Passstelle kommt davor und richtet sich nach der Auslastung deines Kantons. Zweitens gilt im Ausland eine andere Rechnung: Dort berechnen sich die Gebühren «nach dem Gegenwert der Landeswährung», sind in dieser zu bezahlen und es kommen allfällige Versandspesen dazu. Wer den Pass also erst während der Unterassistenz erneuert, zahlt nicht CHF 140.00 in Franken, sondern den Gegenwert vor Ort.
Sechs Monate, und zwar gerechnet ab dem Tag der Einreise, nicht ab dem Tag der Buchung. Für Indonesien steht das wörtlich in den Anforderungen zum Praktikumsvisum C22A: verlangt wird ein «dokumen perjalanan yang sah dan masih berlaku paling singkat 6 bulan», also ein gültiges Reisedokument mit einer Restgültigkeit von mindestens sechs Monaten. Für Sri Lanka gilt dieselbe Sechs-Monats-Frist ab Einreisedatum, beim Weg über die Auslandsvertretung zusätzlich zwei freie Visaseiten.
Für Nepal und Tansania haben wir keine amtliche Zahl gefunden, die wir hier guten Gewissens behaupten könnten. Das Nepal Tourism Board nennt in seinen Angaben zum Touristenvisum nur einen «valid passport», ohne Monatsangabe. Halte dich deshalb an die strengste Regel, die für deine Reise gilt, und lass dir die Anforderung von deinem Gastspital und von der zuständigen Vertretung des Ziellandes schriftlich bestätigen, bevor du buchst.
Praktisch heisst das: Rechne die Gültigkeit deines Schweizer Passes nicht ab heute, sondern ab dem letzten Tag deines Aufenthalts.
Ein Beispiel. Du startest im Januar eine Unterassistenz von vier Monaten auf Sri Lanka und kommst Ende April zurück. Dann muss dein Pass am Einreisetag im Januar noch sechs Monate laufen, also mindestens bis Juli. Läuft er im Mai ab, erfüllst du die Regel nicht, obwohl der Pass während des ganzen Praktikums formal gültig wäre. Genau an dieser Stelle scheitern Anträge.
Den Schweizer Pass beantragst du auf einem von drei Wegen, die fedpol beschreibt: online, telefonisch oder direkt bei der Passstelle deines Wohnkantons. Danach wirst du zur Datenerfassung aufgeboten, weil Gesichtsbild, Unterschrift und Fingerabdrücke persönlich aufgenommen werden. So gehst du der Reihe nach vor:
Wenn du deinen Wohnsitz bereits im Ausland hast, etwa weil du ein Austauschjahr dranhängst, läuft der Antrag online, und die Daten werden bei der zuständigen Schweizer Vertretung erfasst.
Er hilft, wenn die Reise unmittelbar bevorsteht und der ordentliche Pass nicht mehr rechtzeitig kommt. Ausgestellt wird er laut fedpol «nur in dringenden, begründeten Fällen», bei der kantonalen Passstelle oder bei Schweizer Vertretungen im Ausland, für die Dauer der anstehenden Reise und höchstens 12 Monate. Er kostet mindestens CHF 100.00, am Flughafen mindestens CHF 150.00.
Der Haken steht direkt daneben: «Der provisorische Pass wird nicht von allen Staaten akzeptiert.» Für unsere Standorte ist das mehr als ein Kleingedrucktes. Indonesien verlangt bei Reisedokumenten, die kein nationaler Pass sind, also etwa bei einem Notpass, eine Restgültigkeit von zwölf statt sechs Monaten, dazu ein Dokument über die Wiedereinreise in das Land, in dem das Visum beantragt wurde, und ein Rück- oder Weiterreiseticket.
Behandle den provisorischen Pass deshalb als Notlösung für eine Reise, die schon läuft, nicht als Plan B für eine Planung, die zu spät gestartet ist.
Unsicher, welche Dokumente dein Standort verlangt? Auf der Standortübersicht findest du die Rahmenbedingungen je Land, und in der persönlichen Beratung gehen wir deine Zeitachse mit dir durch.

Fordere kostenlos und unverbindlich alle wichtigen Infos an.
Melde dich zuerst bei der lokalen Polizei. Mit der Verlustanzeige beantragst du bei der schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung ein Ersatzausweisdokument. Als Verlust gelten Diebstahl, Verlieren oder Verlegen und die vollständige Zerstörung. Beantragst du vor Ort kein Ersatzdokument, musst du den Verlust nach der Rückkehr der Polizei in der Schweiz melden.
Wichtig für den Kopf: Das verlorene Dokument ist ab diesem Moment ungültig, und seine Nummer wird national und international zur Fahndung ausgeschrieben. Taucht der Pass zwei Tage später im Spind wieder auf, darfst du ihn trotzdem nicht mehr benutzen. Der fedpol-Tipp dazu ist simpel und spart im Ernstfall Stunden: Reise immer mit einer Kopie der Personalienseite, dann kannst du der örtlichen Polizei die Ausweisnummer nennen.
Was bei Krankheit, Unfall oder Diebstahl sonst noch greift, steht in unserem Beitrag krank im Auslandspraktikum und in der Übersicht zur Auslandkrankenversicherung.
Der Pass ist das Fundament, aber allein bringt er dich nicht ins Gastspital. Diese Unterlagen verlangen die Standorte und Fakultäten regelmässig zusätzlich:
Was sonst noch in den Koffer gehört, haben wir in der Packliste fürs Auslandspraktikum gesammelt.
Nimm den geplanten Abflugtag und geh von dort nach hinten. Sechs bis zwölf Monate vorher fällt die Standortentscheidung und die Bewerbung beim Gastspital, das ist auch der richtige Moment für den Blick aufs Ablaufdatum. Vier bis sechs Monate vorher sollte der Schweizer Pass beantragt sein, damit Wartezeit auf den Termin und Lieferfrist bequem hineinpassen. Drei bis vier Monate vorher startet der Visumsprozess mit den fertigen Passdaten, denn auf Sri Lanka und für Bali stellt die Gastseite den Antrag und braucht Vorlauf. Sechs bis acht Wochen vorher folgen Impfungen und Versicherung.
Der Vorteil dieser Reihenfolge: Jeder Schritt bekommt das Dokument, das er braucht, und du musst keinen Antrag zweimal stellen. Wie sich das in die Planung der Auslandsmonate einfügt, zeigt unser Überblick zum klinischen Wahlstudienjahr im Ausland.

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