
Reiseregistrierung: Auslandspraktikum beim EDA anmelden
Reiseregistrierung vor dem Auslandspraktikum: Wie du deine Reise beim EDA erfasst, was konsularischer Schutz kostet und was die Grundversicherung zahlt.

MUDr. Andreas Zehetner
3. September 2026

Beim Thema Roaming Auslandspraktikum gilt für dich eine unangenehme Grundregel: Dein Schweizer Abo fällt nicht unter die EU-Regel «Roam like at home». Laut Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) gilt dieser Grundsatz seit dem 15.06.2017 für Bürgerinnen und Bürger der EU und des EWR auf Reisen innerhalb der EU und des EWR. Die Schweiz ist nicht dabei. Die Kurzantwort: Stell dein Handy vor dem Abflug auf eine Reise-eSIM um, lass die Schweizer SIM nur für SMS aktiv, schalte das Datenroaming darauf aus und prüfe deine Roaming-Kostenlimite. Dieser Guide zum Roaming Auslandspraktikum zeigt dir die Zahlen in Franken, deine Rechte nach Schweizer Recht und die Reihenfolge der Schritte.
Weil die Schweiz beim Roaming ein Drittland ist. Das prägt dein Roaming Auslandspraktikum von Anfang an. Das BAKOM erklärt den Mechanismus nüchtern: Schweizer Mobilfunkanbieterinnen haben nur in der Schweiz ein eigenes Netz und müssen für die Nutzung ausländischer Netze Roaming-Abkommen abschliessen. Diese Vorleistungskosten geben sie über die Roaming-Tarife weiter, «manchmal haben die Mobilfunkanbieterinnen auch einfach höhere Margen». Eine Preisregulierung für Endkundinnen wäre nach dem revidierten Fernmeldegesetz zwar möglich, aber nur gestützt auf ein internationales Abkommen über die Vorleistungspreise. Solche Abkommen bestehen laut BAKOM derzeit nicht.
Für dich als Studentin im Master Humanmedizin in Bern oder als Pflegefachfrau HF aus Zürich heisst das: Eine deutsche Kommilitonin, die dasselbe Praktikum macht, hat in Europa ein Kostenproblem weniger als du. Ausserhalb Europas allerdings sind alle gleich weit weg vom Heimtarif. Genau deshalb lohnt sich beim Roaming Auslandspraktikum die Vorbereitung: Nicht das Zielland macht den Unterschied, sondern was du vor dem Abflug einstellst.


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Die Kosten fürs Roaming Auslandspraktikum hängen an einer einzigen Variablen: der Tarifzone. Anbieter teilen die Welt in solche Zonen ein. Bei Salt sind es fünf, und die Zuordnung ist für unsere Standorte eindeutig: Indonesien, Nepal, Sri Lanka und Tansania stehen alle vier in der WORLD-Zone (Salt, Länderliste, Seite aktualisiert 12.08.2026). Wer also von Bali nach Sansibar wechselt, wechselt die Zone nicht. Die Standardtarife ohne Paket sehen so aus:
| Zone (Salt) | Eingehender Anruf | Anruf in die Schweiz | SMS |
|---|---|---|---|
| EUROPE US CANADA | CHF 1.99/Min. | CHF 1.99/Min. | CHF 0.99 |
| TRAVEL | CHF 2.99/Min. | CHF 2.99/Min. | CHF 0.99 |
| WORLD (unsere vier Standorte) | CHF 4.99/Min. | CHF 4.99/Min. | CHF 0.99 |
| FAR | CHF 4.99/Min. | CHF 4.99/Min. | CHF 0.99 |
Alle Preise in CHF inklusive Mehrwertsteuer, Stand der Anbieterseite 12.08.2026.
Rechne das auf deinen Alltag hoch: Ein zehnminütiges Telefonat nach Hause kostet im Standardtarif der WORLD-Zone rechnerisch CHF 49.90. Zehn SMS kosten CHF 9.90. Beim Roaming Auslandspraktikum ist also nicht das Datenvolumen die erste Falle, sondern der ganz normale Anruf. Wer stattdessen ein Tagespaket nutzt, zahlt bei Salt je nach Zone zwischen CHF 4.95 und CHF 19.95 pro 24 Stunden. Für die WORLD-Zone nennt dieselbe Anbieterseite zwei unterschiedliche Werte, in der Preiskachel CHF 14.95 und in der FAQ CHF 9.95. Lass dir den Preis für deine Zone deshalb schriftlich bestätigen, bevor du dich darauf verlässt.
Die Schweiz hat seit dem Inkrafttreten des revidierten Fernmeldegesetzes am 01.01.2021 eine Grundlage für die Regulierung von Roamingdiensten. Konkretisiert wird sie in Art. 10a bis 10d der Verordnung über Fernmeldedienste. Das BAKOM fasst die Punkte zusammen, die dir im Auslandspraktikum wirklich helfen:
Diese Kostenlimite ist beim Roaming Auslandspraktikum dein wichtigster Hebel, aber sie hat eine Kehrseite, an die kaum jemand denkt: Ist sie zu tief eingestellt, funktionieren manche Angebote gar nicht. Salt schreibt zum eigenen Tagespass ausdrücklich, das Roaming-Limit müsse auf mindestens CHF 50 stehen. Wer also die Limite aus Vorsicht auf CHF 20 setzt und dann in Pokhara landet, steht ohne Daten da. Prüfe die Zahl vor dem Abflug im Kundenkonto und passe sie bewusst an deine Reisedauer an.
Zwei weitere Klassiker nennt das BAKOM in seinen Empfehlungen. Erstens die Combox: Wenn du die Umleitung auf den Anrufbeantworter nicht ausschaltest, kann die Gesprächsweiterleitung ins Ausland zusätzliche Gebühren auslösen. Zweitens das unfreiwillige Roaming in Grenzgebieten, weil Funkwellen nicht an der Landesgrenze halten. Beides kostet Geld, ohne dass du aktiv etwas tust. Kommt es beim Roaming Auslandspraktikum trotzdem zur Schockrechnung, empfiehlt das BAKOM zuerst das Gespräch mit der Anbieterin und danach ein Schlichtungsverfahren bei der Ombudscom, der Schlichtungsstelle Telekommunikation.
Für das Roaming Auslandspraktikum stehen dir vier Wege offen, und der bequemste ist selten der günstigste. Eine eSIM ist eine fest im Gerät verbaute, digitale SIM-Karte: Statt eine Plastikkarte einzulegen, lädst du ein Tarifprofil per QR-Code oder App auf dein Handy. Für ein Praktikum interessiert dich vor allem die Reise-eSIM, ein Prepaid-Datenpaket für dein Zielland, das du zu Hause im WLAN kaufst und installierst. Der grosse Vorteil: Deine Schweizer Nummer bleibt parallel aktiv, du empfängst weiterhin SMS für Bank- und Uni-Codes, und Messenger laufen unverändert, weil dein Konto an der Nummer hängt und nicht an der gerade genutzten Daten-SIM.
| Weg | Passt für | Vorteil | Haken |
|---|---|---|---|
| Reise-eSIM | Vier Wochen bis mehrere Monate | Vor Abflug einrichtbar, Schweizer Nummer bleibt aktiv | Meist reiner Datentarif, Gerät muss eSIM können |
| Lokale Prepaid-SIM | Lange Einsätze, viel Datenbedarf | Oft am meisten Volumen fürs Geld, lokale Nummer | Registrierung vor Ort, neue Nummer, Regeln je Land verschieden |
| Roaming-Paket der Schweizer Anbieterin | Kurze Aufenthalte, Bequemlichkeit | Nichts umstellen, eine Rechnung | In der WORLD-Zone der teuerste Weg pro Gigabyte |
| Flugmodus plus WLAN | Sehr knappes Budget | Kostet nichts | Unterwegs nicht erreichbar, keine Navigation |
Das BAKOM nennt in seinen eigenen Empfehlungen genau diese Mischung: Gerät mit Schweizer SIM in den Flugmodus setzen und über WLAN telefonieren, Offline-Karten vor der Abreise herunterladen, Alternativen wie lokale Prepaid-SIM-Karten nutzen und optionale Roamingpakete vor Reiseantritt abklären. Ob und wie du dein Gerät bei einer lokalen SIM registrieren musst, ist von Land zu Land verschieden und ändert sich. Kläre das schriftlich mit deiner Ansprechperson vor Ort, bevor du am Flughafen improvisierst. So bleibt das Roaming Auslandspraktikum eine Entscheidung und keine Überraschung. Wie du dein Gepäck im Übrigen zusammenstellst, steht in der Packliste fürs Auslandspraktikum.
Beim Roaming Auslandspraktikum hängt Erreichbarkeit nicht nur am Tarif, sondern auch an der Infrastruktur. Die Weltbank führt für den Anteil der Internetnutzenden an der Bevölkerung (Datenreihe der Internationalen Fernmeldeunion) folgende Landeswerte: Schweiz 97,3 Prozent (2025), Indonesien 72,8 Prozent, Sri Lanka 54,6 Prozent, Nepal 46,3 Prozent und Tansania 31,2 Prozent (jeweils 2024). Das sind Landeswerte, keine Werte für Galle, Pokhara, Bangli oder Stone Town, und sie sagen nichts über die Abdeckung in einem einzelnen Spital aus.
Interessanter ist für dich die zweite Zahl: Mobilfunkanschlüsse pro 100 Einwohnerinnen und Einwohner. Sri Lanka liegt bei 132,5, Indonesien bei 122,5, Tansania bei 126,6 und Nepal bei 99,8, die Schweiz bei 129,5 (Weltbank, Indikator IT.CEL.SETS.P2, Werte 2024). Mobiltelefone sind also überall Alltag, und lokale Prepaid-Karten sind entsprechend leicht zu bekommen. Was fehlt, ist eher die stabile Verbindung ausserhalb der Zentren: auf Überlandfahrten in Nepal, in den ländlichen Teilen Sansibars, auf dem Weg zwischen Unterkunft und Regionalspital. Genau dort brauchst du Offline-Karten, und genau dort hilft dir auch der beste Tarif nichts. Wie du dich zwischen den Orten bewegst, beschreibt der Beitrag zu den Transportmöglichkeiten auf Sri Lanka und in Nepal.
Du planst gerade dein Wahlstudienjahr, deine Unterassistenz oder dein Pflegepraktikum? travel4med organisiert Einsätze in Galle auf Sri Lanka, in Pokhara in Nepal, auf Bali und auf Sansibar, inklusive Vorbereitung auf praktische Fragen wie das Roaming Auslandspraktikum. Bali ist dabei ausdrücklich auch für das Wahlstudienjahr und die Unterassistenz buchbar. Buch dir jetzt eine kostenlose Beratung oder schau dir die Standorte an.

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Das Roaming Auslandspraktikum entscheidet sich in den letzten Tagen vor dem Abflug, nicht am Zielflughafen. Erledige die folgenden Schritte zu Hause im WLAN, sonst brauchst du Internet, um Internet einzurichten. In dieser Reihenfolge:
Punkt sieben führt direkt zum nächsten Thema: Welche Police dich im Einsatz überhaupt deckt, klärt der Ratgeber zur Auslandskrankenversicherung im Praktikum, und was mit Wohnsitz, Krankenkasse und AHV passiert, steht im Beitrag Wohnsitz, Krankenkasse und AHV. Wie du die Anrechnung deines Einsatzes mit deiner eigenen Fakultät klärst, liest du im Guide zum klinischen Wahlstudienjahr im Ausland. Und weil das Roaming Auslandspraktikum auch eine Budgetfrage ist: Der Beitrag zur Finanzierung deines Auslandspraktikums ordnet die Posten.
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