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Was ist ein Auslandspraktikum über SEMP? Es ist die Schweizer Antwort auf Erasmus+: Das Swiss-European Mobility Programme (SEMP) ist die vom Bund finanzierte Lösung anstelle der vollen Erasmus+-Mitgliedschaft. Seit die Schweiz am 9. Februar 2014 mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative von einem Erasmus+-Programmland zu einem blossen Partnerland herabgestuft wurde, fördert der Bund dein Auslandspraktikum über die nationale Agentur Movetia statt über die EU direkt (Movetia, Schweizer Lösung zu Erasmus, 2026). Anders als beim deutschen Erasmus+, das strikt auf EU- und einige Partnerländer begrenzt ist, kennt SEMP auch eine Förderschiene ausserhalb Europas, wovon potenziell auch Praktika an unseren Standorten in Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar profitieren können. Dieser Guide zeigt dir, wie viel SEMP in Franken zahlt, wie die Bewerbung abläuft und was sich 2027 ändern könnte.

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Ein Auslandspraktikum über SEMP unterscheidet sich rechtlich von einem deutschen Erasmus+-Praktikum, weil die Schweiz seit dem Volksentscheid zur Masseneinwanderungsinitiative am 9. Februar 2014 nicht mehr als vollwertiges Erasmus+-Programmland gilt, sondern als Partnerland (Movetia, Schweizer Lösung zu Erasmus, 2026). Die EU setzte damals die Verhandlungen über eine Vollmitgliedschaft aus, weil die Schweiz in der Folge wieder Kontingente für Einwandernde aus der EU einführen musste.
Um Schweizer Hochschulen trotzdem den Austausch zu ermöglichen, schuf der Bund eine eigene, nationale Übergangslösung: das Swiss-European Mobility Programme (SEMP), finanziert aus Bundesmitteln und organisatorisch bei der nationalen Agentur Movetia angesiedelt. SEMP übernimmt strukturell viele Elemente von Erasmus+, etwa das Learning Agreement und feste Fördersätze, wird aber unabhängig von der EU verwaltet und ausbezahlt.
Movetia fördert ein Auslandspraktikum mit CHF 440 pro Monat innerhalb Europas und CHF 500 pro Monat weltweit, jeweils berechnet nach effektiver Aufenthaltsdauer (Movetia, Auslandspraktikum für Studierende, 2026). Wer klimafreundlich anreist, per Zug, Bus oder Car-Sharing statt Flugzeug, erhält zusätzlich einen einmaligen Nachhaltigkeitsbeitrag von CHF 100.
| Förderschiene | Zielgebiet | Monatliche Förderung |
|---|---|---|
| SEMP Europa | SEMP-Programmländer (EU/EWR + Partnerländer wie Norwegen, Island) | ca. CHF 440 |
| SEMP weltweit | Alle Länder ausserhalb der SEMP-Programmländer, inkl. Asien und Afrika | ca. CHF 500 |
Citation Capsule: Ein SEMP-Auslandspraktikum wird 2026 mit CHF 440 pro Monat innerhalb Europas oder CHF 500 pro Monat weltweit gefördert, dazu ein einmaliger Nachhaltigkeitsbonus von CHF 100 für die klimafreundliche Anreise (Movetia, 2026).
Für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung sieht Movetia eine deutlich höhere Zusatzförderung von bis zu CHF 12'000 vor, basierend auf den effektiven, bedarfsgerecht nachgewiesenen Mehrkosten (Movetia, 2026).
Ein SEMP-Praktikum dauert mindestens 60 Tage und höchstens 12 Monate, bei einem Beschäftigungsgrad von mindestens 80 % (Universität Freiburg, SEMP Praktikum weltweit, 2026). Die Auszahlung erfolgt in zwei Schritten: 80 % zu Beginn des Praktikums, die restlichen 20 % nach Abschluss und Einreichung von Leistungsnachweis und Abschlussbericht.
Anders als beim deutschen Erasmus+, das strikt auf die EU-Mitgliedstaaten sowie wenige weitere Programmländer in Europa begrenzt ist, kennt die Schweizer Lösung ausdrücklich eine Förderschiene ausserhalb dieses Gebiets: „SEMP weltweit" gilt laut offizieller Definition für Praktika ausserhalb Europas, das heisst nicht in einem der SEMP-Programmländer, und ist an einer Partnerhochschule, in einem Unternehmen, bei einer NGO/NPO oder einer privaten Institution möglich, ohne dass dafür zwingend ein Hochschulpartnerschaftsabkommen bestehen muss (Universität Freiburg, SEMP Praktikum weltweit, 2026).
Das bedeutet konkret: Unsere eigenen Standorte in Sri Lanka, Nepal, Bali (Indonesien) und Sansibar liegen alle ausserhalb der SEMP-Programmländer und fallen damit grundsätzlich in die Kategorie „SEMP weltweit". Ob dein Praktikum bei uns tatsächlich gefördert wird, entscheidet aber immer deine Hochschule, nicht travel4med: Sie muss das Praktikum als fachlich relevant anerkennen und ein Learning Agreement genehmigen, und nicht jede Schweizer Hochschule bietet die weltweite Förderschiene für jeden Studiengang in gleichem Umfang an.
Kläre die Förderfähigkeit deshalb immer frühzeitig und schriftlich mit dem International Relations Office deiner Hochschule ab, am besten schon bei der ersten Planung deines Praktikums, nicht erst kurz vor Abreise. So vermeidest du, dass Learning Agreement und Fördergesuch am Ende zeitlich nicht mehr aufgehen.
Du planst dein Praktikum in Sri Lanka, Nepal, Bali oder Sansibar? Wir organisieren Klinikplatz, Unterkunft und Betreuung vor Ort, unabhängig davon, ob dein Praktikum SEMP-gefördert ist oder du es selbst finanzierst. Sichere dir jetzt deine kostenlose Beratung.
Ein einheitliches, gesamtschweizerisches Bewerbungsverfahren gibt es nicht: Jede Hochschule wickelt SEMP über ihr eigenes International Relations Office ab, das auch über Fristen, Formulare und die Anerkennung des Praktikums entscheidet (Movetia, 2026). Plane die Vorbereitung dennoch mit ausreichend Vorlauf, da Bewerbungen an manchen Hochschulen bereits rund einen Monat vor Praktikumsbeginn eingereicht werden müssen (Universität Freiburg, 2026).
So läuft die Bewerbung typischerweise ab:

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Der Bundesrat strebt eine volle Assoziierung der Schweiz an Erasmus+ ab 2027 an, nachdem die Verhandlungen zum umfassenden Schweiz-EU-Paket Ende 2024 materiell abgeschlossen wurden und das EU-Programmabkommen (EUPA) am 10. November 2025 unterzeichnet worden ist (Movetia Magazin, 2026). Die Teilnahme würde die Schweiz laut Schätzungen rund dreimal mehr kosten als die heutige nationale SEMP-Lösung, weshalb der definitive Entscheid beim Parlament liegt.
Bis zu einer möglichen Assoziierung bleibt SEMP die massgebliche Förderform für dein Auslandspraktikum. Unabhängig vom politischen Prozess bleibt der grundsätzliche Wert eines Auslandsaufenthalts für deine berufliche Entwicklung unbestritten: Seit dem Start des Vorgängerprogramms 1987 hat Erasmus die Mobilität von nahezu 16 Millionen Studierenden in Europa ermöglicht, allein zwischen 2014 und 2022 waren es über 2 Millionen dokumentierte Austauschbewegungen (Väisänen et al., PMC, 2024). Zur Wirkung solcher Auslandsaufenthalte auf die spätere Beschäftigungsfähigkeit forscht unter anderem Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Teichler vom International Centre for Higher Education Research (INCHER) der Universität Kassel (Universität Kassel, INCHER, 2026).
An unseren Standorten organisieren wir verschiedene Praktikumsformen für Medizin- und Pflegestudierende: Pflegepraktikum, Famulatur, Praktisches Jahr / Unterassistenz, Praxisphase für medizinische Berufe und Hospitation. Einen Überblick über alle Standorte findest du auf unserer Standorte-Seite, echte Eindrücke liefern die Erfahrungsberichte früherer Teilnehmender.
Auch ohne volle Erasmus+-Mitgliedschaft musst du dein Auslandspraktikum nicht komplett selbst finanzieren: Mit SEMP steht Schweizer Studierenden eine eigene, in CHF ausbezahlte Förderlösung zur Verfügung, die anders als das deutsche Erasmus+ sogar Praktika ausserhalb Europas einschliesst. Kläre Förderfähigkeit und Anerkennung immer frühzeitig mit deinem International Relations Office, und lass dich bei der Organisation deines Praktikums vor Ort von travel4med unterstützen.
Wenn du dein Praktikum bei uns organisieren möchtest oder Fragen zur SEMP-Förderung hast, vereinbare gern ein unverbindliches Beratungsgespräch.
Dieser Beitrag wurde von MUDr. Andreas Zehetner, Arzt im travel4med-Redaktionsteam, recherchiert und laufend an die aktuellen Movetia-Fördersätze angepasst.
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